E G N O V

Erweiterte Einlagensicherung bei Festgeld und Tagesgeld

Mit einem Höchstbetrag von 100.000 Euro bietet die gesetzliche Einlagensicherung einen grundsoliden Schutz und dürfte für die Einlagen der meisten Sparer vollkommen ausreichen. Damit aber auch höhere Summen perfekt geschützt sind, haben sich die meisten Banken für eine erweiterte Einlagensicherung entschieden und sind Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungssystem. Die Tatsache, dass vieler dieser Systeme weitaus länger bestehen als die gesetzliche Einlagensicherung, spricht für das Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen gegenüber ihren Kunden.

Die Sicherungsgrenzen der einzelnen Einrichtungen reichen bis 100 Prozent der Einlagen, teils ohne eine Beschränkung der Summe nach oben hin. Übernommen werden von den freiwilligen Einlagensicherungssystemen allerdings ausschließlich Entschädigungsleistungen oberhalb der gesetzlichen Sicherungsgrenze. Das heißt: Ein Kunde, der bei einer Pleitebank über 250.000 Euro auf einem Sparbuch und einem Festgeldkonto verfügt, hätte gegenüber der gesetzlichen Einlagensicherung einen Anspruch von 100.000 Euro. Den Restbetrag von 150.000 Euro würde über die freiwillige Einlagensicherung gezahlt.

Freiwillige Sicherungssysteme in Deutschland

  • Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken
    Dieser Einlagensicherungsfonds existiert bereits seit 1976. Die Mitgliedschaft ist freiwilliger Natur. Banken sind also nicht dazu verpflichtet, sich dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken anzuschließen. Gleichwohl haben sich viele Unternehmen dazu entschlossen, zumal die Einlagensicherung inzwischen zu den entscheidenden Kriterien bei der Geldanlage zählt. Die Sicherungsgrenze ergibt sich aus dem maßgeblich haftenden Eigenkapital der Unternehmen. 30 Prozent dieses Wertes bilden die Sicherungsgrenze der jeweiligen Bank. Künftig soll die Bemessungsgrundlage auf 20 Prozent (ab dem 1. Januar 2015), 15 Prozent (1. Januar 2020) und 8,75 Prozent (1. Januar 2025) gesenkt werden.
  • Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V.
    Als Ergänzung und freiwilliges System gibt es neben der Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken GmbH den Einlagensicherungsfonds. Gegründet wurde er 1994 mit dem Ziel, die Einlagen von Nichtbanken – also Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen – über die Gesetzliche Einlagensicherung hinaus zu schützen und die Zahlungen an Einleger jederzeit zu garantieren. Abgesichert sind 100 Prozent der Einlagen ohne jede Einschränkung.
  • Haftungsverbund der Sparkassen Finanzgruppe
    In den 70-er Jahren aus der Taufe gehoben, kümmert sich der Haftungsverbund zum einen darum, die Spareinlagen der Kunden zu sichern. Zum anderen unterstützt er Sparkassen, die finanzielle Probleme haben. Der Haftungsverbund gliedert sich in regionale Stützungsfonds, wobei im Ernstfall ein überregionaler Ausgleich vorgesehen ist und darüber hinaus auch auf die Sicherungsreserve der Girozentralen und Landesbanken sowie auf den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen zurückgegriffen werden könnte. Der Schutz umfasst auch hier 100 Prozent ohne Begrenzung.
  • Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken
    1934 legten die Volks- und Raiffeisenbanken den Grundstein für ihre hauseigene Einlagensicherung. Sie wird über einen Garantiefonds realisiert, in den alle angeschlossenen Unternehmen einzahlen – das sind neben den Volksbanken und Raiffeisenbanken unter anderem die Spar- und Darlehenskassen, die Sparda-Banken, die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die PSD Banken. Die Einlagensicherung gilt für 100 Prozent der Einlagen ohne eine Begrenzung nach oben.

Einlagensicherung aktueller Tages- und Festgeldkonten

Wie hoch die Einlagensicherung aktueller Tages- oder Festgeldkonten ist, zeigen unsere Vergleiche:

Festgeldzinsen berechnen

Tagesgeldzinsen berechnen