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Einlagensicherung bei Festgeld und Tagesgeld

Der Erfolg von Tages- und Festgeld basiert zu einem Großteil auf der Sicherheit der Einlagen. Die Finanzkrise, die 2008 ihren Lauf nahm, hat diesem Trend noch weiter Vorschub geleistet und aufseiten der EU für striktere Vorgaben zur Einlagensicherung gesorgt. Für Sparer heißt das: Sie müssen sich bei Festgeld weder Gedanken darüber machen, dass Kursschwankungen die Ersparnisse eindampfen, noch darüber, dass bei einer Pleite der Bank das Geld für immer verloren ist. Das gilt zumindest im Rahmen der Sicherungsgrenze, die bei den gesetzlichen Systemen innerhalb der EU auf 100.000 Euro festgelegt wurde.

EU-Richtlinie 2009/14

Die Entwicklung der Einlagensicherung folgte in den vergangenen Jahren gewissermaßen den Tiefpunkten der Konjunktur. Um Sparern die Angst vor Verlusten zu nehmen, hat die Bundesregierung eine Garantie für Spareinlagen ausgesprochen. Gleichzeitig wurden mit der EU-Richtlinie 2009/14 neue verpflichtende Grundlagen für alle Mitgliedsstaaten geschaffen. Ursprünglich lag die Sicherungsgrenze bei 20.000 Euro. Einlagen darüber hinaus waren, zumindest von gesetzlicher Seite aus, nicht geschützt. Diese Grenze haben die EU und die Nationen sukzessive angehoben.

Gesetzliche Sicherungsgrenze: 100.000 Euro

In einem ersten Schritt stieg die Mindestgarantie zum 30. Juni 2009 auf 50.000 Euro. Schritt Nummer zwei folgte am 31. Dezember 2010. Seither liegt die gesetzliche Sicherungsgrenze einheitlich bei 100.000 Euro. Allerdings, und hier sollten Verbraucher sehr genau hinsehen: Dass die Einlagen im Ernstfall erstattet werden können, richtet sich auch danach, wie stabil die (Finanz-)Wirtschaft eines Landes ist. Die Unternehmen mit ausländischen Wurzeln, die in der Bundesrepublik Fest- und Tagesgeld offerieren, verfügen in der Regel über eine sehr solide Basis. Zudem gehören einige der ausländischen Banken inzwischen auch einem der freiwilligen Sicherungssysteme an und gewähren damit Schutz bis in den Millionenbereich.

Zügige Abwicklung im Insolvenzfall

Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass eine Bank Insolvenz anmelden muss, sind lange Wartezeiten für Sparer und Anleger seit der EU-Richtlinie passé. Vorher konnte es Wochen, teils auch Monate dauern, bis die Entschädigung überwiesen wurde – als Negativ-Beispiel muss hier die Kaupthing Edge aus Island genannt werden. Jetzt müssen die Behörden die Insolvenz binnen fünf Tagen feststellen und die Auszahlung der Kundengelder binnen 20 Arbeitstagen realisieren. In Ausnahmen kann und darf es auch ein wenig länger dauern. Letztlich kommt es darauf an, welche gesetzlichen Vorgaben in dem jeweiligen Land gelten.

Einlagensicherung aktueller Tages- und Festgeldkonten

Wie hoch die Einlagensicherung aktueller Tages- oder Festgeldkonten ist, zeigen unsere Vergleiche:

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