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Bietet mir Festgeld höhere Zinsen als Tagesgeld?

Wenn ausreichend Kapital vorhanden ist – Stichwort Mindestanlage beim Festgeldkonto – stehen Sparer immer wieder vor der Frage: Festgeld oder Tagesgeld? Die Entscheidung fällt dann meist mit Blick auf die Zinsen. Den größeren Reiz übt dabei ganz sicher Festgeld aus, weil es eine höhere Verzinsung des Guthabens verspricht. Berücksichtigt werden muss allerdings, dass Tagesgeld nur mit wenigen Zinssätzen aufwarten kann: dem Garantiezins, der nur für kurze Zeit gilt, und dem variablen Zins. Festgeldangebote auf der anderen Seite fahren gleich ein ganzes Arsenal unterschiedlicher, laufzeitabhängiger Zinsen auf.

Kurze Laufzeiten: Vorteil Tagesgeld

Festgeldzinsen präsentieren sich in dieser Hinsicht wie die Orgelpfeifen, von klein und bescheiden bei kurzen Anlagezeiträumen bis hin zu groß und prächtig bei langen Laufzeiten. Hinter jedem Festgeldzins steht also ein bestimmter Anlagezeitraum. Darauf sollten Sparer achten, wenn sie die Vor- und Nachteile beider Produkte gegeneinander aufwiegen wollen. Hier gilt: Höchste Zinsen gibt es beim Festgeld in der Regel nur, wenn man sich extrem lange bindet. Kurzfristige Festgeldanlagen hingegen sind renditetechnisch eher mau. Deshalb sticht Tagesgeld Festgeld bei kurzen Laufzeiten häufig aus.

Längere Laufzeiten: Vorteil Festgeld

Ab einem Anlagezeitraum von zwölf Monaten wendet sich dann das Blatt und geht Festgeld mit einem höheren Zins in Führung. Diese Grenze stellt allerdings nur eine grobe Richtschnur dar. Gewissheit verschafft ein Festgeldvergleich, in den auch die aktuellen Tagesgeldkonditionen einfließen.

Belohnung für langfristige Bindung

Dass Festgeld mit zunehmender Laufzeit immer attraktiver wird, liegt schlichtweg an der längeren (Kapital-)Bindung. Der Kunde verzichtet darauf, frei über sein Guthaben verfügen zu können, und stellt es der Bank für x Jahre bzw. Monate zur Verfügung. Ausgeglichen wird dieser Mangel an Flexibilität mit höheren Zinsen. Kurzum: Banken belohnen die Bereitschaft, sich längerfristig vom Geld zu trennen.

Dahinter steht ein gewisser Eigennutz. Denn Banken kalkulieren ihre Festgeldzinsen nicht aufs Geratewohl, sondern mit spitzem Bleistift. Sie orientieren sich daran, welchen Ertrag sie mit den Kundengeldern erzielen können. Je mehr Spielraum sie dabei haben, was nur bei langen Laufzeiten gewährleistet ist, desto besser stehen die Chancen auf einen hohen Gewinn. Ob das Geld nun in das Kreditgeschäft oder in Kapitalanlagen fließt, ist von Bank zu Bank unterschiedlich und abhängig von der jeweiligen Marktsituation. Für den Kunden ist letztlich nur wichtig, dass er mit langen Laufzeiten die höchsten Zinsen erzielen kann, dafür aber auch das Risiko eingeht, nicht unmittelbar auf Trends am Geldmarkt reagieren zu können.

Festgeld-Zinsen berechnen

Wenn Sie wissen wollen, wie hoch die Festgeldzinsen aktueller Festgeldangebote für beliebige Laufzeiten und Anlagesummen sind, können Sie das mit unserem Festgeldrechner berechnen und vergleichen:

Festgeldzinsen berechnen