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Fremdwährungskonto

Gibt es Festgeldkonten auch in Fremdwährungen?

Normalerweise werden Festgeldkonten in Euro geführt. Damit ist es problemlos und ohne Umrechnung möglich, das Kapital vom laufenden Konto oder einem Tagesgeldkonto umzubuchen bzw. nach Vertragsende wieder gutschreiben zu lassen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, Festgeld in Fremdwährungen anzulegen. Einige Banken führen dazu eigens Fremdwährungskonten. Die Laufzeiten, sofern das Geld fest angelegt werden soll, variieren sehr stark. Teilweise sind die Konten auch eher als Tagesgeldkonto ausgelegt, sprich: Das Guthaben kann jederzeit abgezogen oder zur Verrechnung von Wertpapierkäufen in der entsprechenden Währung genutzt werden.

Vergleich von Fremdwährungskonten

Bank Währungen Anlagezeitraum Zinssatz Mindestanlage Kontoführung
Comdirect 11 1) beliebig bis zu 3,00 Prozent p.a. 500 Euro kostenlos
Sydbank nahezu alle Währungen im Normalfall ein bis zwölf Monate Währungsabhängig – z.B. türkische Lira 6,50 Prozent p.a. 25.000 Euro  
DAB Bank 4 2) währungsabhängig – ein Monat bis fünf Jahre währungsabhängig – z.B. 1,15 Prozent p.a. beim US-Dollar (Laufzeit ein Jahr) 5.000 Euro kostenlos
Cortal Consors 3 3) keine feste Laufzeit aktuell keine Verzinsung keine Kostenlos, Währungstausch 19,95 Euro
S-Broker 10 4) keine feste Laufzeit keine keine in Depotkosten enthalten
Vitrade 6 5) keine feste Laufzeit aktuell keine Verzinsung bei Fremdwährungen keine 2,50 Euro pro Monat
Stand: 17.11.2011
  1. Südafrikanischer Rand, Mexikanische Peso, Ungarischer Forint, Türkische Lira, Norwegische Krone, Polnischer Zloty, Tschechische Krone, Britische Pfund, Yen, US-Dollar, Schweizer Franken
  2. Britisches Pfund, Yen, Schweizer Franken, US-Dollar
  3. US-Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund
  4. US-Dollar, Britischen Pfund, Schweizer Franken, Hongkong-Dollar, Kanadischen Dollar, Polnischen Zloty, Südafrikanischen Rand, Neuseeländischen Dollar, Australischen Dollar, Yen
  5. US-Dollar, Kanadische Dollar, Schweizer Franken, Yen und Britisches Pfund

Zinsen

Wie und ob das Guthaben auf einem Fremdwährungskonto verzinst wird, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Handelt es sich lediglich um ein Verrechnungskonto für das Depot, werden in der Regel keine Guthabenzinsen gezahlt. Ansonsten richtet sich der Zinssatz ausschließlich danach, wie stark oder schwach die Währung aktuell ist. Für Devisen, die als grundsolide gelten, ist die Verzinsung eher mau. Die Anlage rentiert sich in dem Fall nicht einmal bei längeren Laufzeiten, weil das Zinsniveau unter dem von klassischen Festgeldanlagen liegt. Wackelkandidaten hingegen warten mit vergleichsweise hohen Zinssätzen auf.

Gebühren

Reine Kontoführungsgebühren fallen nur bei sehr wenigen Anbietern an. Sofern das Fremdwährungskonto an ein Depot gekoppelt ist, sind die Kosten über die Depotgebühren normalerweise bereits abgegolten. Allerdings können Gebühren für den Kauf der Devisen (Wechselgebühren) oder einen Währungstausch in Rechnung gestellt werden. Maßgebend sind hier die Preis-Leistungsverzeichnisse der Anbieter, die vor Eröffnung des Kontos studiert werden sollten.

Vor- und Nachteile von Fremdwährungskonten

Geld in Fremdwährungen anzulegen, ob nun für einen festen Zeitraum oder variabel, ist immer mit Risiken verbunden. Währungsschwankungen können den Ausgangsbetrag ganz schnell minimieren oder aber, wenn alles rund läuft, für einen ordentlichen Gewinn sorgen. Sparer und Anleger, die sich für ein Fremdwährungskonto entscheiden, müssen sich also im Klaren darüber sein, dass die sonst für Festgeld so typische Sicherheit nicht gewährleistet ist. Darin liegt der größte Nachteil eines Fremdwährungskontos. Auf der anderen Seite kann sich ein solches Konto durchaus bezahlt machen, wenn regelmäßig an ausländischen Börsen gehandelt wird, weil die Umrechnungskosten entfallen. Zudem steht unter dem Strich möglicherweise ein größerer Gewinn – weil die Verzinsung höher ist oder weil die Entwicklung der jeweiligen Währung richtig eingeschätzt wurde.

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