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Auswahlkriterien für Festgeld

Welche Kriterien für die Auswahl eines Festgeldkontos?

Würde man Verbraucher fragen, nach welchem Kriterium sie bei der Festgeldanlage entscheiden, lautet die Antwort vermutlich: der Zinssatz. Das ist an sich eine vernünftige Einstellung, weil das Ziel jeder Gelanlage letztlich der Gewinn ist. Übersehen wird dabei allerdings, dass für Festgeld eine Reihe von Voraussetzungen gilt, die bei der Anlageentscheidung nicht übergangenen werden können. Um nicht zu lange im Nebel zu stochern, sondern gezielt bei dem Angebot zu landen, das perfekt passt, hier eine Schritt-für-Schritt-Hilfe:

  1. Mindestanlagebetrag: Für nahezu jedes Festgeldkonto wird ein Mindestanlagebetrag, also eine Summe, die mindestens eingezahlt werden muss, vorausgesetzt. Im Schnitt hat sich ein Mittelwert von 2.500 Euro herauskristallisiert, wobei es auch Angebote ohne Mindestanlage und solche mit einer Untergrenze von 10.000 Euro gibt. Sparer müssen sich daher vorab informieren, bei welcher Bank sie mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Kapital ein Festgeldkonto eröffnen können. Denn: Wer 2.000 Euro investieren möchte, steht bei Angeboten ab 5.000 Euro immer vor verschlossenen Türen.
  2. Laufzeit: Festgeldanlagen sind, wie der Name bereits verrät, an feste Laufzeiten gebunden. Gängig ist ein Anlagezeitraum von einem Jahr. Der Markt hält inzwischen allerdings auch Angebote parat, die bei einer Woche anfangen und bis zehn Jahre reichen. Dazwischen kann nahezu tagesgenau entschieden werden, wie lange das Kapital auf dem Festgeldkonto verbleiben soll. Die Frage, die jeder Sparer für sich beantworten muss: Für welchen Zeitraum kann und will ich auf das Geld verzichten? Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, insbesondere die Zinsentwicklung: Je länger das Geld festliegt, desto weniger Chancen hat man, auf höhere Zinsen zu reagieren.
  3. Einlagensicherung: Nicht nur in Krisenzeiten gilt es, auf die Sicherheit eines Festgeldkontos zu achten. Diesbezüglich hat die Einlagensicherung in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. 100.000 Euro je Kunde und Bank sind per se über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, und zwar in allen EU-Ländern. Das Problem bei Anlagen im Ausland: Der Kunde muss sich im Fall der Fälle mit dem im Heimatland der Bank zuständigen Einlagensicherungsfonds auseinandersetzen. Wer sich davor scheut, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit einer Pleite eher gering scheint, sollte sich auf Angebote von deutschen Banken konzentrieren. Hier greift häufig eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung, die bis zu 100 Prozent der Einlagen umfasst.
  4. Konditionen: Punkt vier auf der Liste sind die Festgeldkonditionen. Hierunter fallen gleich mehrere Kriterien. Der wichtigste Fakt ist die Kündigung: Muss gekündigt werden? Wenn ja, wie lange im Voraus? Oder endet der Vertrag automatisch? Anleger, die sich um nichts weiter kümmern möchten, sollten auf kundenfreundliche Kündigungsmodalitäten achten. Wer sich zusätzlich ein Hintertürchen offen halten möchte, falls das Geld doch vorzeitig benötigt wird, muss darüber hinaus klären, ob das Kapital oder zumindest ein Teilbetrag vor Ende der Laufzeit verfügbar ist, ob damit Kosten verbunden sind oder ob sich der Zinssatz dadurch ändert. Einige Banken sind diesbezüglich durchaus kulant bzw. haben erkannt, dass viele Sparer auch bei der Festgeldanlage Flexibilität wünschen.
  5. Zinsen: Bleiben noch die Zinsen, nachdem anhand der übrigen Kriterien die Angebote ausgesiebt wurden, die infrage kommen. Hier gilt dann ganz klar: Hohe Zinsen bringen auch einen hohen Gewinn. Danach muss man nur noch den Antrag stellen und das Geld für sich arbeiten lassen.

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