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Was ist Termingeld

Der Name Termingeld beinhaltet bereits die wichtigste Charaktereigenschaft dieser Anlageform: Das investierte Kapital steht erst zu einem bestimmten Termin wieder zur freien Verfügung. Dieser Termin ergibt sich aus der vertraglich vereinbarten Laufzeit bzw. Kündigungsfrist.

Dafür, dass Sparer der Bank ihr Geld befristet für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen und ihrerseits darauf verzichten, auf den Anlagebetrag zurückgreifen zu können – sie erlauben der Bank, mit dem Geld zu arbeiten –, erhalten sie Zinsen. Die Höhe der Rendite ist dabei direkt an die Laufzeit gekoppelt, denn der Zinssatz steigt in der Regel mit dem Anlagezeitraum.

Zwei Varianten von Termingeld

Angeboten wird Termingeld in zwei Varianten. Die bekanntest Form stellt das klassische Festgeld dar. Weniger verbreitet ist das Kündigungsgeld. Bis auf die Punkte, dass das Kapital fest angelegt und von den meisten Banken ein Mindestanlagebetrag verlangt wird, haben die beiden Optionen kaum Gemeinsamkeiten. Um die Unterschiede deutlich zu machen, hier eine kurze Übersicht zu beiden Termingeld-Typen:

Festgeld

  • Laufzeit: Festgeld wird für einen festen Anlagezeitraum vereinbart, der mit der Einzahlung beginnt. Üblich für Festgeld sind Laufzeiten von einem Monat bis zehn Jahre.
  • Zinsen: Der Zinssatz bei der klassischen Festgeldanlage ist für die gesamte Laufzeit garantiert und ändert sich nicht.
  • Kündigung: Um nach Ende der Vertragslaufzeit wieder über das Kapital verfügen zu können, ist bei fast allen Angeboten eine Kündigung erforderlich. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, wobei die Kündigungsfrist wenige Tage bis drei Monate betragen kann, wird das Geld automatisch neu angelegt. Das heißt: Es erfolgt eine Prolongation.

Kündigungsgeld

  • Laufzeit: Die Einzahlung markiert beim Kündigungsgeld lediglich den Termin, ab dem das Kapital verzinst wird. Wie lange das Geld auf dem Konto bleibt, entscheidet der Kunde. Erst mit der Kündigung beginnt die feste Laufzeit, die sich über die Kündigungsfrist definiert.
  • Zinsen: Die Verzinsung von Kündigungsgeld erfolgt variabel und gleicht somit eher den Konditionen von Tagesgeld. Fixiert wird der Zinssatz in den meisten Fällen nur für die Zeit der Kündigungsfrist.
  • Kündigung: Die Kündigung gibt beim Kündigungsgeld – der Name lässt es bereits erahnen – den Ausschlag. Der Kunde muss den Vertrag aktiv kündigen, um so gewissermaßen den Startschuss für den Count-Down zu geben, an dessen Ende die Einlage plus Zinsen zurückgezahlt wird.

Kündigungsgeld oder Festgeld?

Welche Termingeld-Variante besser für die Geldanlage geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Festgeld ist deutlich starrer, allerdings sehr gut planbar, weil die Laufzeit weitgehend frei gewählt werden kann. Zudem ist die Verzinsung garantiert und liegt ab einem gewissen Anlagezeitraum über der von Tagesgeld. Kündigungsgeld auf der anderen Seite bietet etwas mehr Flexibilität, weil jederzeit gekündigt werden kann und nur die Kündigungsfrist abgewartet werden muss. Dafür sind die Zinsen etwas niedriger als beim klassischen Festgeld.

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