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Was ist Festgeld

Festgeld ist zunächst einmal eine der einfachsten Varianten der Geldanlage. Würde man eine Rangfolge der Sparformen aufstellen, die am wenigsten Vorkenntnisse verlangen und ohne großen Aufwand zu betreiben sind, stünde Festgeld direkt hinter dem Sparbuch und dem Tagesgeldkonto.

Einfache Prinzipien

Die unkomplizierte Handhabung ergibt sich aus den simplen Prinzipen, nach denen Festgeld funktioniert. Im Kern sind das eine feste Laufzeit und eine garantierte Verzinsung. Daraus resultiert für Sparer und Anleger eine klar definierte Rendite, die nichts weiter voraussetzt als ein wenig Geduld und eine Mindesteinlage. Anders als ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto ist Festgeld nicht flexibel. Das Kapital liegt dem Namen entsprechend für den vereinbarten Anlagezeitraum fest. Das heißt, es kann in der Regel nicht vorzeitig über das Geld verfügt werden, wobei Ausnahmen inzwischen die Regel bestätigen.

Feste Laufzeit

In puncto Laufzeit stehen Dutzenden Varianten zur Auswahl. Sie reichen von ein paar Tagen bis hin zu mehreren Jahren. Sparer, die eine besonders langfristig ausgelegte Strategie verfolgen, können ihr Geld bis zu zehn Jahre anlegen. Üblich und sinnvoll sind allerdings eher mittelfristige Laufzeiten von ein bis drei Jahren, weil sie noch ausreichend Flexibilität bieten und gleichsam eine gute Rendite versprechen.

Garantierter Zinssatz

Die Verzinsung von Festgeld orientiert sich dabei strikt an der Entwicklung der Finanzmärkte und ist zudem an die Laufzeit gebunden. Betrachtet man die Zinstabellen der Banken, gewähren sie für kurze Anlagezeiträume eher niedrige Zinsen, die häufig nicht viel höher liegen als die Verzinsung bei einem Tagesgeldkonto. Mit zunehmender Laufzeit steigt dann auch der Zinssatz, der für die gesamte Zeit garantiert wird. Das ist verlockend. Dafür verzichtet man auf die Möglichkeit, ohne große Verzögerung auf Zinssteigungen reagieren zu können. Gutgeschrieben werden die Zinsen jeweils zum Ende des Jahres, zum Ende der Laufzeit oder in einigen Fällen auch monatlich. Um sich diesbezüglich einen Überblick zu verschaffen, empfehlen wir einen Festgeldvergleich.

Voraussetzung: Mindesteinlage

Zu den Voraussetzungen für Festgeld zählt neben der Bereitschaft, längere Zeit auf das Kapital zu verzichten, bei den meisten Anbietern wie bereits erwähnt auch eine Mindesteinlage. Während die Verzinsung bei anderen Anlageformen bereits ab ersten Cent respektive Euro greift, muss auf ein Festgeldkonto ein Mindestbetrag eingezahlt werden. Auch hier geht der Markt sehr weit auseinander, von beliebig – der Kunde kann frei über den Betrag entscheiden – bis hin zu 10.000 Euro. Für den Höchstzins sind bisweilen sogar 50.000 Euro nötig. Das passende Festgeldangebot sollte dementsprechend auch nach den finanziellen Möglichkeiten ausgesucht werden.

Kapitalschutz: gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung

Dass die Einlage sicher und vor einer Bankenpleite geschützt ist, dafür sorgen die Vorschriften der EU. Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt in allen Euro-Ländern 100.000 Euro je Kunde. Banken in der Bundesrepublik gewähren dank privater Einlagensicherungssysteme häufig sogar Sicherungsgrenzen von weit über einer Milliarde Euro. Diese Sicherheit, ergänzt um die Einfachheit und die hohe Verzinsung, machen Festgeld zur idealen und einer der beliebtesten Geldanlagen.

Festgeld-Vergleich verschafft Überblick

Einen Überblick über die Zinssätze, Laufzeiten, Mindest- und Maximaleinlagen sowie die Einlagensicherung aktueller Festgeldkonten können Sie sich mit unserem Festgeld-Vergleich verschaffen. Einfach Laufzeit und Anlagesumme eingeben, berechnen und vergleichen:

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