F G I W

Was ist eine Festgeldanlage

Sobald Geld für einen längeren Zeitraum auf einem eigens dafür eingerichteten Konto angelegt wird und während dieser Zeit nicht verfügbar ist, spricht man von einer Festgeldanlage. Entscheidend ist dabei, dass das Geld tatsächlich festliegt und anders als beim Tagesgeld nicht tagtäglich nach Bedarf darauf zurückgegriffen werden kann.

Die Zeitspanne, sprich der Anlagezeitraum, mag für die Definition der Festgeldanlage eher nebensächlich sein, spielt für Sparer und Anleger aber eine entscheidende Rolle. Denn der Zins wird in der Regel abhängig von der Laufzeit gewährt und steigt, je länger das Kapital „eingefroren“ bleiben soll. Damit prägt das Zeitfenster, für das man sich entscheidet, maßgeblich den Gewinn einer Festgeldanlage.

Feste Laufzeit ab einem Monat

Doch zurück zur Definition: Grundsätzlich spricht man erst ab einem Monat, also 30 Tagen, von einer Festgeldanlage, wobei die meisten Banken nach oben hin bei etwa zehn Jahren einen Schlussstrich ziehen. Mittlerweile gibt es allerdings auch schon Angebote, die bei wenigen Tagen beginnen. Vom Prinzip entsprechen auch diese Varianten der typischen Festgeldanlage, sind aus Renditesicht aber eher uninteressant. In dem Fall wäre Tagesgeld meist die bessere Wahl.

Unterschiedliche Varianten der Festgeldanlage

Für ein wenig Verwirrung sorgen in dem Zusammenhang die unterschiedlichen Bezeichnungen, die für Festgeldanlagen verwendet werden: Termingeld, Festgeld und Kündigungsgeld. Termingeld ist der Obergriff, unter dem Fest- und Kündigungsgeld zusammengefasst werden. Während das klassische Festgeld für einen fest vereinbarten Anlagezeitraum investiert wird, üblicherweise gekündigt werden muss und nach Ende der Laufzeit ganz nach Wunsch ausgezahlt oder verlängert wird (Prolongation), ist beim Kündigungsgeld die Kündigungsfrist das Maß der Dinge. Der Kunde entscheidet, wann er den Vertrag kündigt und erhält bis zu dem Zeitpunkt einen variablen, sich am Markt orientierenden Zins. Der Charakter einer Festgeldanlage ergibt sich ab der Kündigung. Von da ab liegt das Geld für die vereinbarte Frist fest und unterliegt einem garantierten Zinssatz.

Für weitere Informationen empfehlen wir unsere Ratgeber zu Festgeld, Termin und Kündigungsgeld. Ergänzend dazu hier eine Tabelle mit den wichtigsten Fakten:

Festgeldanlage im Überblick

Termingeld
Termingeld ist der Oberbegriff für Festgeld und Kündigungsgeld. Der gemeinsame Nenner ist feste Laufzeit, die sich durch den vereinbarten Anlagezeitraum bzw. die vertraglich festgelegte Kündigungsfrist ergibt. Per Definition spricht man ab einem Monat von einer Festgeldanlage.

Festgeld
Festgeld wird für einen festen Zeitraum von bis zu zehn Jahren angelegt. Der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit garantiert. Am Ende des Anlagezeitraums muss die Festgeldanlage bei den meisten Banken gekündigt werden. Ansonsten erfolgt eine Prolongation, also eine Wiederanlage zu den aktuellen Konditionen.

Kündigungsgeld
Kündigungsgeld wird ebenfalls fest angelegt und ist nicht verfügbar. Die feste Laufzeit beginnt allerdings erst, nachdem der Kunde den Vertrag gekündigt hat. Der Anlagezeitraum ergibt sich hierbei aus der Kündigungsfrist. Der Zins ist für diesen Zeitraum ebenfalls garantiert. Vorher wird üblicherweise ein variabler Zins gezahlt.

Festgeld-Vergleich verschafft Überblick

Einen Überblick über die Zinssätze, Laufzeiten, Mindest- und Maximaleinlagen sowie die Einlagensicherung aktueller Festgeldkonten können Sie sich mit unserem Festgeld-Vergleich verschaffen. Einfach Laufzeit und Anlagesumme eingeben, berechnen und vergleichen:

Festgeldzinsen berechnen