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Fallen Gebühren bei einem Festgeldkonto an?

Kosten und Gebühren sind ein Thema, das bei jeder Geldanlage berücksichtigt werden muss. Schließlich mindert jeder Cent, den die Bank in Rechnung stellt, den Gewinn und verschlechtert somit die Realrendite. Umso wichtiger ist es, sich vor Abschluss eines Vertrages über die Konditionen zu informieren und gegebenenfalls von zu teuren Angeboten Abstand zu nehmen.

Festgeld: einfache Gebührenstrukturen

Die Gebührenstruktur bei Festgeld ist, wie das Produkt an sich, relativ einfach gestrickt. Insbesondere bei Konten, die ausschließlich online geführt werden, fallen in der Regel keinerlei Kosten an. Sollten allerdings zusätzliche Leistungen in Anspruch genommen werden, zum Beispiel der postalische Versand der Kontoauszüge, müssen Sparer auch bei der Festgeldanlage mit Gebühren rechnen. Hier hilft ein Blick in das Preis-Leistungsverzeichnis der Bank, um sich ein Bild davon machen zu können, welche Positionen kostenpflichtig und welche kostenlos sind.

Im Folgenden listen wir die gängigen Leistungen auf und erklären, worauf zu achten ist:

  • Kontoeröffnung: Die Eröffnung eines Festgeldkontos ist bei allen Banken kostenlos. Das Antragsformular liegt online vor oder kann – nicht bei allen, aber vielen Unternehmen – kostenfrei per Post angefordert werden. Die Gebühren für den Versand der Unterlagen und das Postdienst-Verfahren übernehmen ebenfalls die Banken.
  • Kontoführung: Festgeld ist nicht sonderlich "wartungsintensiv". Für die Kontoführung werden daher keine Gebühren erhoben.
  • Kündigung: Sofern die Festgeldanlage gekündigt werden muss, um eine Prolongation zu vermeiden, raten Experten zur schriftlichen Kündigung per Einschreiben und Rückschein. Dadurch entstehen Kosten, die der Kunde tragen muss. Im günstigsten Fall kann die Kündigung online bzw. per E-Mail erfolgen.
  • Vertragsänderungen: Änderungen am Vertrag, angefangen beim Referenzkonto bis hin zur neuen Anschrift, sind durchweg online, bisweilen auch telefonisch möglich. Gebühren werden dafür in der Regel nicht erhoben. Sollte ein schriftlicher Antrag nötig sein, fallen Porto- und unter Umständen auch Bearbeitungskosten an.
  • Kontoauszüge: Kontoauszüge werden beim Festgeld ebenso wie beim Tagesgeldkonto üblicherweise in die Postbox eingestellt, sprich in das Postfach, das über das Online-Banking-Portal zugänglich ist. Die Belege stehen im gängigen pdf-Format zu Verfügung und müssen selbst ausgedruckt werden. Sollen die Kontoauszüge per Post verschickt werden, weil man keinen Drucker besitzt oder sich nicht näher mit dem Online-Banking befassen möchte, werden zumindest die reinen Portokosten in Rechnung gestellt, teils auch in Form einer Pauschale inklusive der Bearbeitungskosten.
  • Jahressteuerbescheinigung: Die Jahressteuerbescheinigung, die für sämtliche Konten und Anlageformen einer Bank erstellt wird, kommt kostenlos per Post. Porto- oder andere Gebühren müssen dafür nicht bezahlt werden.

Nebenkosten beim Festgeld

Nebenkosten ergeben sich hauptsächlich durch Produkte, die an das Festgeldkonto gekoppelt sind. Um nur ein Beispiel zu nennen: Wird für die Festgeldanlage ein Girokonto bei der gleichen Bank vorausgesetzt, das nicht gebührenfrei geführt wird, handelt es sich um Nebenkosten. Gleiches gilt, wenn das Festgeldkonto an ein Depot geknüpft ist und eine Depotgebühr erhoben wird. Derlei Paketlösungen sind unter dem Strich meistens zu teuer. Im Idealfall reicht das laufende Konto oder ein kostenloses Tagesgeldkonto als Referenzkonto für die Festgeldanlage, damit nicht zusätzliche Ausgaben verursacht werden.

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