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Anlagebetrag bei Wiederanlage

Kann ich bei Wiederanlage den Anlagebetrag ändern?

Die Frage, ob der Anlagebetrag bei Wiederanlage aufgestockt oder gegebenenfalls auch reduziert werden kann, lässt sich nicht mit einem klaren "ja" oder "nein" beantworten. Hier bleibt wieder einmal nur der Hinweis auf die Geschäftsbedingungen der Banken. Einige Unternehmen erlauben es, den Anlagebetrag im Rahmen der Prolongation anzupassen. Andere Anbieter sind weniger flexibel. Sie verlangen, dass der gleiche Betrag – gegebenenfalls plus der aufgelaufenen Zinsen – angelegt bleibt. Wünscht der Kunde Änderungen, muss er das bestehende Festgeldkonto kündigen und im gleichen Zug ein neues Konto über den neuen Wunschbetrag eröffnen.

Variante 1: Änderungen sind möglich

Kundenfreundlicher sind zweifelsohne Angebote, bei denen Sparer zum Ende der Laufzeit weitgehend freie Hand haben. Die einzige Einschränkung stellt in dem Fall der Mindestanlagebetrag dar. Er darf auch bei einer Prolongation mit veränderten Vorzeichen nicht unterschritten werden. Beispiel: Liegen aktuell 8.000 Euro auf dem Festgeldkonto, von denen 5.000 Euro auf das Referenzkonto ausgezahlt und die restlichen 3.000 Euro wieder angelegt werden sollen, ist bei einer Mindestanlage von 2.500 Euro alles im grünen Bereich. Kunden, die mehr Geld investieren möchten, müssen sich diesbezüglich keine Gedanken machen.

Entscheidend ist, dass die Bank rechtzeitig erfährt, welcher Weg eingeschlagen wird. Viele Unternehmen informieren die Kunden früh genug, welche Optionen zur Wahl stehen, und fügen ein Formular bei, das nur noch ausgefüllt und unterschrieben eingeschickt werden muss. Teilweise lassen sich die Änderungen auch online mit einer Transaktionsnummer (TAN) in Auftrag geben. Kunden, die sich nicht sicher sind, ob die Bank es gestattet, den Anlagebetrag zu optimieren, sollten telefonisch nachfragen und dann entscheiden, wie sie verfahren.

Variante 2: Änderungen sind nicht möglich

Sagt die Bank „nein“, haben Kunden drei Alternativen. Sie belassen alles beim Alten, nehmen keine Änderungen am Anlagebetrag vor und stimmen der Prolongation zu den neuen Zinskonditionen zu. Oder: Sie kündigen das bestehende Festgeldkonto und lassen sich das Geld auszahlen. Gleichzeitig kümmern sie sich bei der gleichen Bank um eine neue Festgeldanlage und investieren einen höheren oder geringeren Betrag – immer mit Blick auf die Mindesteinlage. Die dritte Möglichkeit: Das Festgeldkonto wird gekündigt, das Geld zwischenzeitlich geparkt, idealerweise auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto, und mit einem Festgeldvergleich nach neuen und vielleicht besseren Angeboten gesucht. Diese Variante bietet sich ohnehin an. Denn auch auf dem Festgeldmarkt locken immer wieder Top-Konditionen, die einen Wechsel der Bank durchaus rentabel machen.

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