Festgeldzinsen im Februar 2014 bei einjähriger Laufzeit

Montag den 3.02.2014

Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der muss derzeit damit leben, dass die Zinsen für solche Anlagen alles andere als üppig sind. Nur wer ein Risiko eingeht, kann auch eine wirkliche Rendite kassieren, doch je höher die Zinsversprechen sind, desto höher ist auch das Risiko, gar nichts von der versprochenen Rendite zu erhalten, was aktuell vor allem der Fall Prokon und die Durchhalteparolen des Unternehmens noch kurz vor der Anmeldung der Insolvenz zeigen. Deshalb ist eine sichere Geldanlage nur dann sicher, wenn sie über die Gesetzliche Einlagensicherung abgesichert ist. Dies ist beim Festgeld der Fall – und so schlecht sind die Zinsen für Festgelder im Februar 2014 bei einjähriger Laufzeit dann doch nicht, wie der aktuelle Vergleich zeigt.

An der Spitze liegt dabei die Crédit Agricole Consumer Finance, die erst vor kurzem auf dem deutschen Markt gestartet ist mit ihrem Festgeld. Die Crédit Agricole bietet für die Laufzeit von 12 Monaten 1,75 Prozent p.a. Zinsen an. Die Mindestanlagesumme beträgt dabei 5.000 Euro. Die Maximalanlage 500.000 Euro. Abgesichert sind Einlagen bis zur Höhe von 100.000 Euro je Kunde über die Gesetzliche Einlagensicherung Frankreichs.

Auf dem 2. Platz liegt mittlerweile Klarna. Der Zahlungsdienstleister, der inzwischen auch im Festgeld mitspielt, hat erst kürzlich einen Teil der Festgeldzinsen erhöht. Für die Laufzeit von einem Jahr bietet Klarna 1,70 Prozent p.a. an. Die Mindesteinlage liegt mit 10.000 Euro jedoch recht hoch. Die Maximaleinlage liegt bei ebenfalls 500.000 Euro. Und auch hier sind die Anlagen bis zu einer Summe von 100.000 Euro je Kunde über die Gesetzliche Einlagensicherung Schwedens gesichert.

Bei 3. Platz geht es dann schon ein wenig weiter runter mit den Zinsen. Die DenizBank bietet für ihr einjähriges Festgeld aktuell Zinsen von 1,60 Prozent p.a. Die Mindestanlage liegt mit 1.000 Euro dafür vergleichsweise niedrig. Die Maximaleinlage liegt auf 100.000 Euro und damit genau auf der Summe, welche die Gesetzliche Einlagensicherung Österreichs je Kunde absichert.

Auf dem 4. Platz befinden sich gleich drei Banken, die allesamt eine Verzinsung von 1,50 Prozent p.a. für ihr Festgeld mit einjähriger Laufzeit anbieten: die pbb direkt, MoneYou und Asstel Bestzins.

  • Beim pbb direkt Festgeld beträgt die Mindesteinlage 5.000 Euro, eine maximale Begrenzung der Anlagesumme gibt es hier nicht. Abgesichert sind die Einlagen bei der Nachfolgebank der Hypo Real Estate über den Sicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken e.V. mit derzeit 903,75 Millionen Euro je Kunde. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass dies keine Einlagensicherung ist, die rechtlich eingeklagt werden kann!
  • Beim MoneYou Festgeld beträgt die Mindesteinlage nur 500 Euro, dieses Festgeldkonto eignet sich damit besonders für Kleinsparer. Die Maximaleinlage beträgt wie beim MoneYou Tagesgeld eine Million Euro. Abgesichert sind Einlagen bis zu 100.000 Euro je Kunde über die Gesetzliche Einlagensicherung der Niederlande.
  • Das Asstel Bestzins, bei dem es aktuell ebenfalls 1,50 Prozent p.a. gibt, ist kein Festgeld im klassischen Sinne, es bietet jedoch, wie wir finden, einige gute Möglichkeiten für Sparer, ist jedoch von den Konditionen her etwas spezieller.

Wie sich anhand des Überblicks zeigt, ist die Auswahl gut verzinster Festgeldkonten mit vergleichsweise kurzer Laufzeit weniger schlecht als vielleicht gedacht. Doch auch hier gilt eines: es sollte nicht mehr Geld anlegt werden, als die Einlagensicherung dann auch wirklich hergibt – um nicht im möglichen Pleitefalle plötzlich in die Röhre sehen zu müssen.

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